Bard: Ein neues Sternchen am Chatbot-Himmel

Google Bard, der ChatGPT Konkurrent, ist da! Also eigentlich schon seit fünf Monaten, in der EU erst seit dem 13. Juli aufgrund datenschutzrechtlicher Untersuchungen. Wir haben Bard in letzter Zeit intensiv genutzt und möchten Ihnen sowohl einen kurzen Überblick über relevante features, als auch unseren persönlichen Eindruck geben.


Schauen wir uns zunächst die features an:


Insgesamt ist Bard also ein KI-Chatbot, wie man sie mittlerweile kennt, mit einigen netten Extrafunktionen. Diese theoretische Übersicht möchten wir noch mit unseren praktischen Erfahrungen aus verschiedensten Anwendungsfällen ergänzen.

Generell kann man Bard als einen Mix aus ChatGPT und Bing Chat ansehen. Die bekannten Aufgaben wie Inspirationen liefern, Fragen beantworten, Texte erstellen oder bearbeiten funktionieren ziemlich gut. Außerdem ist das Tool meistens sehr performant und es gibt nur sehr selten Stabilitätsprobleme, bei denen man die Seite z.B. neu laden muss. Es werden manchmal Quellen zitiert, allerdings eher seltener. Selbst bei reinen Wissensfragen hat man also keine einfache Möglichkeit, die Antworten schnell einschätzen zu können. Zudem scheint Bard ähnliche Probleme wie ChatGPT mit (manchmal einfacher) Logik und komplexeren Aufgaben zu haben.

Auszug aus Bard Chatbot

Zudem merkt man, dass sich das Tool noch im Aufbau befindet. Eine deutsche Aufforderung, ein Bild zu beschreiben, funktionierte nicht, während es auf Englisch funktionierte. Google weist allerdings auch auf den experimentellen Charakter von Bard hin.

Bard als ChatGPT Killer? Wir denken, dass OpenAI mit besseren Modellen wie GPT-4 und neuen Funktionen wie dem Code Interpreter für ChatGPT vorerst den Bereich der KI-Chattools dominieren wird. Außerdem gehen wir davon aus, dass der nächste Schritt für generative KI sein wird, direkt in vorhandene Werkzeuge eingebunden zu werden. Microsoft arbeitet momentan daran, GPT-Modelle in Office 365 einzubauen. Dies senkt die Hürde für Nutzer:innen, diese sehr mächtigen und nützlichen neuen Werkzeuge produktiv einzusetzen. Zudem werden die Ergebnisse weiter verbessert, da sämtlicher Kontext innerhalb eines Dokuments zur Verfügung steht. So muss dieser nicht erst noch in einem langen prompt neu beschrieben werden.

Die Entwicklung bleibt auf jeden Fall spannend und wir freuen uns schon auf den nächsten Schritt!

– verfasst von Martin Birkenberger

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